09.09.2021
Freie Wähler informieren sich bei Weidener Stadtwerken

Im Wahlprogramm der Freien Wähler nehmen neben anderen die Bereiche "Klimaschutz", "Regionale Wertschöpfung" sowie "Wasserstoff" breiten Raum an. Da lag es nahe, dass die Bundestagskandidaten Tobias Groß und Markus Emmerich auf Vermittlung des Weidener FW-Stadtrates Rainer Sindersberger die Stadtwerke besuchten.
Begleitet wurden sie von den Kreisvorsitzenden Bernhard Herzog, Gabriela Bäumler und Karl Meier und weiteren Mitgliedern aus den Kreisverbänden Weiden und Neustadt.
Vorstand Johann Riedl stellte die Stadtwerke den kommunalen Energieversorger vor, der die Bürger mit Wasser, Erdgas und Strom versorgt. Dazu betreibt er einige regenerative Anlagen. Pro Jahr produzieren diese insgesamt etwa 2,6 Millionen kWh Strom sowie rund 4,3 Mio kWh Wärme. 90 Prozent davon nutzen die Stadtwerke in den eigenen Betriebsanlagen. Von den zehn Prozent, die ins öffentliche Netz eingespeist werden, können rund 800 durchschnittliche Haushalte mit Strom und 200 mit Wärme versorgt werden. Außerdem betreiben die Weidener Stadtwerke das Freizeitzentrum mit WTW und Eisstadion.
Beim Thema Wasserstoff besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab sowie der OTH Weiden -Amberg. Es gibt hier Pläne für die Produktion und die Nutzung von grünem Wasserstoff.
Riedl betonte, die Stadtwerke legten großen Wert auf Nachhaltigkeit, Transparenz, Umweltbewusstsein und die Versorgungssicherheit. Auch sei man stets bestrebt, auf dem neuesten technischen Stand zu sein sowie neue Geschäftsbereiche zu erschließen So betreibe man auch eine Erdgastankstelle und baue derzeit ein neues Wasserwerk.

Die beiden Bundestagskandidaten Tobias Groß und Markus Emmerich zeigten sich beeindruckt von den Geschäftsfeldern sowie der Zukunftsorientierung: "Nachdem die Freien Wähler bei der Energiewende insbesondere auf dezentrale Maßnahmen mit Wasserstoff als Energieträger setzen, sind wir hier genau an der richtigen Adresse. Die Stadtwerke betreiben einerseits Daseinsvorsorge, andererseits bereiten sie sich auf künftige Möglichkeiten der Energiegewinnung und -versorgung und die damit verbundenen Herausforderungen vor," lobte Groß.

Im Show-Room, in dem alle Geschäftsbereiche der Stadtwerke dargestellt werden, präsentierte Michael Kreis, zuständig für Erneuerbare Energien, eine Heiztechnologie der Zukunft: die Heizzentrale mit Brennstoffzelle und Pufferspeicher. Bei den Stadtwerken versorgt diese Anlage das gesamte Gebäude an der Gaswerkstraße mit Wärme und Warmwasser.
In Weiden seien bei Sanierungen inzwischen etwa zehn solcher Anlagen eingebaut, so Kreis. Der Energieverbrauch werde hierbei bilanziell auf Null heruntergefahren. Problematisch sei momentan noch der Preis. Das System der Kraft-Wärme-Kopplung amortisiert sich erst in 15 bis 20 Jahren.

Intensive Diskussionen über die Themen Wohnen und Heizen in der Zukunft, den ÖPNV sowie Abwasser, Abfallwirtschaft sowie die Entsorgungsproblematik schlossen sich an.

Direktkandidat Tobias Groß zeigte sich beeindruckt, wie die regionale Wertschöpfung, die sich die Freien Wählern auf die Fahnen geschrieben haben, von den Weidener Stadtwerken bereits umgesetzt wird, und bedankte sich im Namen Aller für die umfassenden Informationen.